Sonntag, den 17. Februar 2019
„Das Theater ist eins von den wenigen Dingen,
an denen ich noch [...] Freude habe.“
Johann Wolfgang von Goethe
60 Jahre

TERMINÄNDERUNG - Eine deutsche Revolution

verschoben von Mittwoch, 28. Februar auf

Donnerstag, 28.02.2019 um 20:00 Uhr

„Ich wusste nicht, was nun noch kommen konnte. Ich ahnte etwas. Und richtig ging es dann Schlag auf Schlag“.

Alfred Döblin, bekannt u. a. durch seinen Roman Berlin Alexanderplatz, hat mit seinem vierbändigen Erzählwerk »zwischen Himmel und Hölle« eine deutsche Revolution geschildert, die nur wenige Tage währte, deren Auswirkungen aber bis heute spürbar sind. Er vermittelt ein sinnlich konkretes Bild dafür, wie es sich anfühlt, als »Verlierer«, mit körperlichen und seelischen Verwundungen, in eine Gesellschaft zurückzukommen, die erdrutschartig in Veränderung begriffen ist.

Mit: Oliver Baierl, Brit Dehler, Cornelius Gebert, Lukas Graser, Alrun Hofert DoreenNixdorf, Carmen Priego, Alexander Stürmer, Patrick Reerink (Cello)

Akademie für Alte Musik Berlin, Maurice Steeger, Blockflöte

Sonntag, 17. Februar, 15 Uhr!!! Rudolf – Oetker – Halle

Mit dem Konzert der Akademie für Alte Musik Berlin geht ein lang gehegter Wunsch unseres Generalmusikdirektors und des Orchesters in Erfüllung: nämlich der, andere wegweisende und international bekannte Klangkörper zu uns nach Bielefeld einzuladen.

Maurice Steger, der in diesem Programm gemeinsam mit der Akademie für Alte Musik Berlin hochvirtuose Werke von Stulick, Hasse, Fasch und Vivaldi präsentiert, zählt international zu den renommiertesten Blockflötensolisten überhaupt. The Independent nannte Maurice Steger nicht ohne Grund »the world's leading recorder virtuoso«. Tatsächlich gelingt es ihm, sich mit seiner weltweiten Konzerttätigkeit sowie zahlreichen, zum Teil mit höchsten Preisen ausgezeichneten CD-Einspielungen als einer der beliebtesten Solisten auf dem Gebiet der Alten Musik zu etablieren. Dank seiner lebendigen Art und seiner persönlich ebenso spontanen wie technisch brillanten Spielweise gelang es Maurice Steger zudem, die Blockflöte als Instrument aufzuwerten und sie neu zu positionieren.

1982 in Berlin gegründet, gehört die Akademie für Alte Musik Berlin heute zur Weltspitze der historisch informiert spielenden Kammerorchester und kann auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte verweisen. Die internationale Bedeutung des Orchesters zeigt sich in der Vielzahl seiner Gastspiele im In- und Ausland. Regelmäßig gastiert das Ensemble in allen musikalischen Zentren Europas, Asiens, sowie Nord- und Südamerikas.

Das Programm wird ergänzt um Kompositionen von Veracini, Heinichen und W. F. Bach, die im Umfeld des Dresdner Hofes entstanden sind und die mit ihrem, zwischen Frankreich, Deutschland und Italien stehendem sogenannten, gemischten Stil die Virtuosenstücke in das musikalische Panorama des Barock einordnen.

Schauspielprobe für Mitglieder

TRILOGIE DER MACHT – KÖNIG UBU von Alfred Jarry

Dienstag, 26. Februar, 19 Uhr, Stadttheater, Probebühne 5, Treffpunkt Bühneneingang

Ubu ist nicht nur maßlos selbstgefällig und gefräßig, er äußert sich auch gern. »Scheiße« gehört zu seinem Lieblingsvokabular. Dabei ist Ubu nicht irgendwer, sondern Hauptmann der Dragoner und Adjutant des Königs. Seiner Frau, von ihm im zärtlichsten Falle »Mutter Ubu« genannt, reicht das nicht. Sie will ihn, und damit auch sich, an der Spitze sehen. Ubu leuchtet das für seine Person ein. Also lässt er nach Überwindung anfänglicher Skrupel den amtierenden König umbringen und erklärt sich selbst zum Herrscher. Das Volk wird mit Fleisch und Geld zum Jubeln gebracht. Und da Machthunger etwas Herrliches ist, von dem Ubu fortan gar nicht genug haben kann, radiert er zum Amtsantritt die Justiz aus, um nunmehr nach seiner eigenen Rechtsprechung zu agieren. Unermüdlich erfindet er neue Steuern, erhöht alte und treibt sie im Zweifelsfalle höchstpersönlich gewaltsam ein. Als sich Widerstand aus dem Ausland regt, überwindet Ubu erneut den trägen Feigling in sich und wird, weitere Grenzen überschreitend, zum Weltenfresser.

Bei seiner Uraufführung 1896 sorgte das Stück für einen handfesten Theaterskandal, verstieß Jarry doch gegen gängige Theaterkonventionen, ließ er doch unter anderem ganze Heerscharen von einem Darsteller spielen und eine Gehirnentzugsmaschine auftreten. Zudem verbarg sich in dem grotesken Spektakel politischer Sprengstoff (wer wollte, konnte unter anderem eine Anspielung auf die Dreyfus-Affäre darin entdecken). In Zeiten des Kampfes um den größeren roten Knopf ist die Absurdität des Stoffes wieder in der Realität angekommen.

Mit: Lukas Graser, Doreen Nixdorf, Oliver Baierl, Georg Böhm, Cornelius Gebert, Carmen Priego

ARIANE UND BLAUBART

Außerhalb unseres Jahresprogramms möchten wir Ihnen die folgende Opernpremiere doch nicht vorenthalten.

Samstag, 2. März, 19.30 Uhr, Stadttheater

Ariane et Barbe-Bleue von Paul Dukas

Libretto von Maurice Maeterlinck // in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ariane betritt als Braut die Burg des Herzogs Blaubart, begleitet von ihrer Amme. Hinter der einzigen ihr verbotenen Tür, die sie umso zielsicherer ansteuert, trifft Ariane auf ihre Vorgängerinnen: fünf eingesperrte Frauen, die mehr tot als lebendig vor sich hin vegetieren. Auch wenn Blaubart anders als in vergleichbaren Opern – etwa von Béla Bartók – kaum in Erscheinung tritt: Sein mächtiges Ich ist in jedem Raum seiner Burg präsent und lastet zentnerschwer auf den Frauen. Jede mit ihrer eigenen Geschichte, jede vom Todesurteil des Herzogs bedroht. Ariane gewinnt ihr Vertrauen und verleiht ihnen die Kraft zum gemeinsamen Widerstand. Mit dem Selbstbewusstsein ihrer antiken Namensschwester Ariadne ausgestattet, die dem Geliebten den Ausweg aus dem Labyrinth des grausamen Minotaurus wies, hat Ariane den Mut und den Intellekt, es mit dem nahezu unsichtbaren Gegner aufzunehmen.

Paul Dukas, berühmt für seine symphonische Dichtung Der Zauberlehrling, gelang mit seiner 1907 uraufgeführten Oper Ariane et Barbe-Bleue eine dunkel-sinnliche und atmosphärisch dichte Vertonung des bekannten Märchenstoffs. Kein Geringerer als Maurice Maeterlinck formte hieraus ein Libretto, das erstaunlich aktuelle Themen berührt. Dukas’ Tonsprache übertrifft zuweilen noch die vor Farben nur so sprühenden Opernpartituren seines Lehrers Alexander Zemlinsky und verleiht der berührenden Befreiungsgeschichte immer wieder geradezu rauschhafte Momente.

Musikalische Leitung: Alexander Kalajdzic

Inszenierung: Andrea Schwalbach

mit: Sarah Kuffner, Katja Starke, Moon Soo Park, Nohad Becker, Hasti Molavian, Dorine Mortelmans u.a.

Mitgliederversammlung

Wir möchten Sie sehr herzlich einladen zu unserer diesjährigen

Mitgliederversammlung

am Montag, den 29. April 2018 um 19 Uhr im Theater am Alten Markt.

Jetzt Mitglied werden!

Mitglieder wissen mehr – und zahlen weniger. mehr erfahren

Sponsoren willkommen

Fördern Sie mit uns das Theater- und Konzertleben der Stadt. mehr erfahren

Immer aktuell!

Haben Sie Ort oder Uhrzeit unserer nächsten Treffen vergessen?
Wir informieren Sie laufend und aktuell über unsere monatlichen Veranstaltungen. mehr erfahren